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Heuschrecken - In-Snekt GmbH/ Insekten! Snacks der Zukunft

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Die Europäische Wanderheuschrecke (Locusta migratoria) ist eine Heuschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken. 
Sie ist, wie die anderen Wanderheuschrecken, vom Altertum bis heute ein gefürchteter landwirtschaftlicher Schädling, 
der in Afrika, Vorder- und Ostasien Schäden in Millionenhöhe verursacht. 
Die Art kommt im mediterranen Südeuropa vor, ist aber hier heute ökonomisch bedeutungslos. 
Von seltenen einfliegenden Einzeltieren abgesehen kommt die Art heute nicht mehr in Mitteleuropa vor;
 ihr früheres, dauerhaftes Vorkommen (abseits einfliegender Schwärme) ist umstritten

In den nördlicheren Teilen ihres Verbreitungsgebiets erreicht die Art eine Generation pro Jahr;
in den Tropen können sich aber bis zu fünf Generationen im Jahr entwickeln, sie entwickelt sich hier ohne obligate Diapause;
 Imagines treten dann ganzjährig auf. Bereits in Nordafrika werden drei Generationen im Jahr erreicht. 
In winterkalten Klimaten überwintert die Art im Eistadium. 
Die Eier werden in von einer schaumartigen Substanz umhüllten Ootheken in den Boden abgelegt, 
jede Oothek enthält 50 bis 70 Eier. 
Zur erfolgreichen Entwicklung müssen sie Wasser aus dem umgebenden Boden aufnehmen, 
dies dauert etwa 10 bis 20 Tage. Die Erstlarven schlüpfen in den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebiets 
etwa Mitte bis Ende Mai, in Nordafrika (Algerien) bereits im März. Die Art besitzt fünf Larvenstadien, 
die unter günstigen Bedingungen jeweils in fünf bis sechs Tagen durchlaufen werden,
 insgesamt ergeben sich so 35 bis 40 Tage Entwicklungszeit. 
Die Larven (eigentlich Nymphen, im englischen Sprachraum „hopper“ genannt)
der gregären Phase schließen sich sofort nach dem Schlupf zu großen Schwärmen zusammen.

Es handelt sich um eine recht euryöke Art, wie sich schon aus dem riesigen,
mehrere Kontinente umspannenden Verbreitungsgebiet ergibt. 
Die Art ist aber in Ei- und Larvalphase feuchtebedürftig und kommt nur in bodenfeuchten Lebensräumen vor. 
Vorzugshabitate sind offene, unbewaldete, oft sandige Auen und Uferzonen von Gewässern, 
insbesondere die breiten, nur zeitweise wasserführenden Talungen 
von unregulierten Wildflusslandschaften und Flussdeltas bieten optimale Bedingungen. 
In den feuchten Tropen kommt sie auch in sekundären Grasländern (nach Waldrodung) zur Entwicklung. 
Sie geht auch in gewissem Ausmaß auf entsprechendes Kulturland über, 
so wurde sie in der algerischen Sahara erst mit Bewässerungskulturen ansässig; 
in der Regel verschwindet sie aber bei intensiverer Landbewirtschaftung. Die Art ist, besonders im Eistadium,
 recht frosttolerant, Imagines sind aber bei Exposition von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht lange lebensfähig. 
Die Nordgrenze der Verbreitung in Asien korreliert etwa mit der südlichen Grenze der Taiga-Zone,
 wobei nördlich und südlich verbreitete Populationen stark unterschiedliche Kältetoleranz zeigen.
Die Art ernährt sich bevorzugt von Gräsern, nimmt aber bei Nahrungsmangel eine Vielzahl anderer Pflanzen an. 
Sie fressen dann an anderen Monokotyledonen, an zweikeimblättrigen Pflanzen nur als Notnahrung, 
wenn nichts anderes zur Verfügung steht. Eine verbreitete Nahrungspflanze der solitären Form ist insbesondere Schilfrohr.
Informationen aus Wikipedia
 
 
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